Die Löschgruppe

Am 09. Februar 1957 wurde mit der Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Steuber in Feuersbach unter dem Vorsitz von Herrn Amtsbrandmeister Mockenhaupt und seinem Sachbearbeiter Herrn Wickel die Freiwillige Feuerwehr Feuersbach ins Leben gerufen.
Bei der Gründung hatte der Löschzug Feuersbach 21 aktive Mitglieder und 9 meist ältere, passive Mitglieder.
Gemeindebrandmeister wurde Adolf Scheld und sein Stellvertreter Wilhelm Siebel.
Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch 7 Kameraden unter uns. Diese sind die Kameraden: Karl-Heinz Gessner, Otto Jung, Friedrich Klein, Helmut
 Poenisch, Erich Siebel, Otto Siebel und Alfred Thomas
Da man von der Sache so begeistert war, wurden die ersten Uniformen in eige-ner Regie und auf eigene Kosten beschafft.
Die ersten Übungen wurden noch an einer alten Handdruckspritze, die tadellos funktionierte, gemacht. Sie wurde später aus Platzgründen, aus heutiger Sicht, leider, zerlegt und verschrottet.
Da es in den ersten Jahren an Gerätschaften fehlte, wurde auf richtiges Mar-schieren und Formalausbildung großen Wert gelegt.
So hörte man Sonntagmorgens um kurz nach 07:00 Uhr Kommandos durchs Dorf hallen.
Von den Deuzer Kameraden, wurde eine alte, ausgediente TS 8/8 als Schen-kung zur Verfügung gestellt. Doch  an der Pumpe drehte sich kein Rad mehr.
Mit Eifer gingen die Kameraden ans Werk und reparierten die Pumpe, so dass sie nachher wie ein Uhrwerk lief und alle Garantiepunkte für eine TS 8/8 über-traf.
Auch die Flammersbacher Kameraden haben den Aufbau des Löschzugs Feuersbach mit der Leihgabe von einem Verteiler und 3 B-Schläuchen unterstützt.
1962 bekam der Löschzug Feuersbach eine neue T S 8/8. Weil sie nicht mehr in den alten TS A Anhänger passte, wurde im Jahre 1963 ein neuer TS A Anhänger übergeben. Dieser wurde nun nicht mehr im Handzug transportiert, sondern an einen Traktor angehängt, den meistens die Kameraden Schöler zur Verfügung stellten.
Das „Gerätehaus“ war für die Unterbringung der vorhandenen Geräte völlig unzureichend. Da ein Schulungsraum überhaupt nicht vorhanden war, wurde die notwendige theoretische Ausbildung in einer Kellerstube des stellvertretenden Löschzugführers, Siebel, durchgeführt.
Aus diesem Grund bekam der Löschzug im Jahre 1967 ein neues, wenn auch bescheidenes Gerätehaus.
Durch die kommunale Neugliederung endete am 01. Januar 1969 die Zuge-hörigkeit des Löschzugs Feuersbach zur Amtsfeuerwehr des Amtes Netphen mit der gleichzeitigen Übernahme in die Freiwillige Feuerwehr Siegen als Löschzug Siegen-Feuersbach.
Der Übergang von dem alten in den neuen Kameradenkreis klappte über Erwarten sehr gut. Nach wenigen Monaten wurde dem LZ Siegen-Feuersbach vom damaligen Stadtbrandmeister Otto Meiswinkel ein TLF 8 UNIMOG zur Verfügung gestellt, dem am 17. Juli 1970  ein neues LF 8 vom Typ Opel Blitz folgte.
Besonders das Tanklöschfahrzeug hat in dem heißen Sommer 1971 den Bürgern des Ortsteils große Dienste geleistet. Wochenlang haben die Kameraden des Löschzugs in täglichem Einsatz die Bewohner des Ortsteils mit Wasser versorgt.
Der plötzliche Tod des Löschzugführers Adolf Scheld machte einen Führungswechsel erforderlich. Der bisherige Stellvertreter, BM Wilhelm Siebel, übernahm die Führung des Löschzugs, die er in seiner eigenen, unnachahmlicher Art ausübte.
Ein weiteres wichtiges Datum war die Gründung einer Jugendfeuerwehr im Jahre 1978 unter der Leitung von BM Willi Jung und OFM Willi Scheld, Leider musste der Betrieb der eigenen Jugendfeuerwehr nach ca. 8 Jahren mangels Nachwuchs eingestellt werden. Doch seit ca. 15 Jahren wird der Feuersbacher Feuerwehrnachwuchs in der Jugendfeuerwehr Siegen-Ost erfolgreich ausgebildet.
Im Jahre 1979 gab es einen weiteren Wechsel in der Führung des Löschzuges. Der bisherige Löschzugführer OBM Wilhelm Siebel übergab aus gesundheitlichen Gründen die Führung an den neuen Löschzugführer BM Hans Schöler
Seine Bewährungsprobe bestand er am 15. August 1979 beim Brand des Hauses von Günter Daub das abends gegen 21 Uhr durch Blitzschlag in Brand geriet.
Trotz sintflutartigem Regen und dem Einsatz von rund 100 Feuerwehr-kameraden aus Siegen, Kaan-Marienborn, Deuz und Feuersbach konnte nicht verhindert werden, dass das landwirtschaftliche Anwesen mit angrenzendem Wohnhaus ein Raub der Flammen wurde.
Mit in die Amtszeit von Hans Schöler fiel auch der längst fällige Bau eines neuen Gerätehauses, welches nach überwiegender Eigenleistung der Kameraden am 19.Juni 1982 eingeweiht und rechtzeitig zum 25 jährigen Jubiläum offiziell übergeben wurde.
In den folgenden Jahren hat der Löschzug Feuersbach in vielen kleinen und auch größeren Einsätzen sowie bei vielen Teilnahmen am Leistungsnachweis sein Können bewiesen.
1994 wurde der langjährige stellvertretende Löschzugführer UBM Erich Siebel wegen dem Erreichen der Altersgrenze in die Alters- und Ehrenabteilung versetzt und der OBM Manfred Schöler als neuer stellvertretender Löschzugführer bestellt
Ende 1995 wurde der Löschgruppe Feuersbach als Ersatz für das LF 8 und den TLF 8 UNIMOG ein neues TSF-W übergeben.
Seit der Neugliederung der Feuerwehr Siegen in Löschzüge, und der Auflösung der bisherigen Brandschutzbezirke im Jahre1998, gehört die jetzige Löschgruppe Feuersbach mit dem Löschzug Kaan-Marienborn und der Löschgruppe Volnsberg als Zug 8 zur Freiwilligen Feuerwehr Siegen.
Im Jahre 1999 beantragte der OBM Hans Schöler, der den Löschzug / Lösch-gruppe Feuersbach seit über 20 Jahren als Löschzug bzw. Löschgruppenführer führte, aus gesundheitlichen Gründen die Versetzung in die Alters- und Ehren-abteilung.
 Aus einer Anhörung der Löschgruppe am 01. Oktober 1999 durch den damaligen Stadtbrandmeister Bernd Schneider, gingen der HBM Manfred Schöler als neuer Löschgruppenführer und der OBM Artur Siebel als sein Stellvertreter hervor.
In die noch kurze Amtszeit als Löschgruppenführer fällt für HBM Manfred Schöler die Gründung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Feuers-bach e. V. Dieser wurde am 09. Januar 2002 gerichtlich eingetragen
Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die Löschgruppe Feuersbach, mal als Löschgruppe in Feuersbach oder gemeinsam mit Kaan-Marienborn und Volnsberg als Löschzug 8 bei Einsätzen verschiedenster Art, auch bei spektakulären, wie bei dem Hochwasser in Siegen oder Tags darauf bei dem Erdrutsch beim Friedhof in Kaan-Marienborn, sein Leistungsfähigkeit und seine Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt.
Im Jubiläumsjahr hat die Löschgruppe Feuersbach eine Personalstärke von: 18 aktiven Kameraden. Dazu kommen 5 Kameraden der Jugendfeuerwehr und 14 Kameraden in der Altersabteilung.

Doch auch das Gesellige, die Dorfgemeinschaft verbindende, hat bei der Löschgruppe Feuersbach seit seiner Gründung einen hohen Stellenwert. So ist sie schon seit über 30 Jahren Veranstalter und Betreiber des jährlichen Waldfestes im Kirlewald, das bei der Bevölkerung während der ganzen Jahre regen Zulauf findet.
In diesem Rahmen sollten auch nicht die vielen Tagestouren früher Jahre, sowie die 4 - 5 tägigen Ausflüge, die unter der Federführung der Feuerwehr von OBM Hans Schöler für die Feuersbacher Bürger geplant, organisiert und durchgeführt wurden, unerwähnt bleiben.
Auch sei noch an die jährliche Nikolausfeier der Löschgruppe für Feuersbacher Kinder bis 10 Jahre erinnert und an den seit 3 Jahren stattfindenden Weihnachtsmarkt bei dem auch die Löschgruppe neben den anderen Ortsvereinen mitwirkt und wie diese einen Teil des Erlöses einer sozialen Einrichtung spendet.
Man kann sagen, dass die Löschgruppe Feuersbach in das dörfliche Geschehen integriert ist, was hoffentlich auch diese Veranstaltung zeigen wird.
In diesem Sinne wünsche ich der Löschgruppe Feuersbach harmonische Festtage getreu nach unserem Wahlspruch:

„Gott zur Ehr’ dem Nächsten zur Wehr"